Heilpflanzen · Calendula

Ringelblume: Wirkung bei Hautverletzungen und Reizungen

Ringelblume: Wirkung bei Hautverletzungen und Reizungen

Die Ringelblume (Calendula officinalis) zählt zu den bekanntesten Heilpflanzen für die Hautpflege. Mit ihren leuchtend orangen Blüten ist sie nicht nur ein hübscher Blickfang im Garten, sondern seit Jahrhunderten fester Bestandteil der traditionellen Naturheilkunde.

Das Wichtigste in Kürze

  • Calendula gilt traditionell als entzündungshemmend und wundheilungsfördernd.
  • Anwendung vor allem bei kleinen Wunden, trockener und gereizter Haut.
  • Erhältlich als Salbe, Öl, Tinktur oder getrocknete Blüten.
  • Bei Allergien gegen Korbblütler ist Vorsicht geboten.

Was steckt in der Ringelblume?

Die Blüten enthalten Flavonoide, ätherische Öle, Carotinoide und Triterpene. Diesen Inhaltsstoffen werden entzündungshemmende, wundheilungsfördernde und leicht antibakterielle Eigenschaften zugeschrieben. Das macht die Ringelblume zu einer beliebten Zutat in Salben, Cremes und Ölen für die Hautpflege.

Anwendungsgebiete

Kleine Wunden und Schürfwunden

Ringelblumensalbe wird traditionell zur Unterstützung der Wundheilung bei kleineren Verletzungen eingesetzt.

Gereizte und trockene Haut

Aufgrund ihrer beruhigenden Wirkung eignet sich Calendula auch bei trockener, spröder oder gereizter Haut.

Leichte Hautentzündungen

Bei kleinen Rötungen oder Reizungen, etwa nach Insektenstichen, wird Ringelblume häufig als sanftes Hausmittel genutzt.

Rissige Haut und wunde Stellen

Calendula-Produkte werden oft bei rissigen Lippen, wunden Brustwarzen (Stillzeit) oder trockenen Ellenbogen verwendet.

Anwendungsformen im Überblick

FormAnwendungHinweis
Salbe/CremeÄußerliche Anwendung auf Wunden/HautGängigste Form
Öl (Mazerat)Massage, Basis für PflegeprodukteSelbst herstellbar
TinkturVerdünnt für Umschläge/WaschungenMeist alkoholisch
Getrocknete BlütenAufgüsse, BadezusätzeFür DIY-Rezepte

Selbstgemachtes Ringelblumenöl – kurze Anleitung

Getrocknete Ringelblumenblüten in ein sauberes Glas geben, mit einem hochwertigen Pflanzenöl (z. B. Olivenöl) vollständig bedecken und 3–4 Wochen an einem hellen, aber nicht direkt sonnigen Ort ziehen lassen. Gelegentlich schütteln, anschließend abseihen und in eine dunkle Flasche füllen.

Fazit

Die Ringelblume ist eine sanfte, gut verträgliche Heilpflanze, die sich seit Generationen bei kleinen Hautproblemen bewährt hat. Ob als fertige Salbe aus der Apotheke oder selbstgemachtes Öl – Calendula gehört in jede natürliche Hausapotheke.

Häufige Fragen zur Ringelblume

Wofür wird Ringelblumensalbe am häufigsten verwendet?+

Am häufigsten wird sie bei kleinen Wunden, Schürfwunden, trockener und gereizter Haut sowie rissigen Lippen eingesetzt.

Kann ich Ringelblumenöl selbst herstellen?+

Ja, getrocknete Blüten werden in Pflanzenöl mehrere Wochen ausgezogen und anschließend abgeseiht.

Wer sollte bei Ringelblumenprodukten vorsichtig sein?+

Personen mit einer Allergie gegen Korbblütler wie Kamille oder Arnika sollten vor der Anwendung einen Patch-Test durchführen.

Wirkt Ringelblume bei tiefen Wunden?+

Nein, bei tiefen, stark blutenden oder infizierten Wunden ist ärztliche Hilfe notwendig, Calendula ersetzt keine medizinische Wundversorgung.

In welchen Formen ist Ringelblume erhältlich?+

Als Salbe, Creme, Öl, Tinktur oder getrocknete Blüten für eigene Zubereitungen.

Studien und weiterführende Quellen

Die folgenden Quellen unterstützen die allgemeinen Informationen in diesem Artikel.

Calendula officinalis: Wirkstoffe und traditionelle Anwendung in der Wundheilung

Übersichtsarbeit, Phytotherapie-Forschung

Entzündungshemmende Pflanzenstoffe in der dermatologischen Anwendung

Übersichtsarbeit, Naturheilkunde-Fachliteratur